Im Interview mit Dan Stafford, Besitzer von Dan´s Garage

Bonnie: Bitte stell dich kurz vor.
Dan: Ich bin Dan Stafford, der Besitzer von Dan´s Garage, der Schrottplatz, der den Bus an die wunderbaren deutschen Ladies verkauft hat.

Bonnie: Was denkst du über unser Projekt?
Dan: Ich finde es gut, ich finde die ganze Idee gut! Mittlerweile habe ich schon einige Fahrzeuge nach Übersee verkauft, auch ein paar nach Deutschland, zum Beispiel einen 1955 Cadillac und einen 1966 Buick. Aber niemals sind die Leute hier her gekommen um die Fahrzeuge selbst abzuholen, sie wieder ans Laufen zu bekommen um dann mit ihnen durch das halbe Land zu fahren. Nichts derartiges. Die meisten Käufer, die persönlich herkommen, sind Mittelsmänner.

Bonnie: Dachtest du anfangs das sei ein Scherz?
Dan: Nein. Ich habe noch einen Chevrolet Bus hier, der zwar auch interessant ist, aber in einem furchtbaren Zustand. In unserem eMail-Verkehr habe ich den GMC Bus beschrieben, der die wesentlich bessere Alternative darstellte.

Bonnie: Du hast auch eine eigene Geschichte zu unserem Bus, erzähl bitte!
Dan: Ja. Es gibt einen anderen Schrotthändler in Pasco, auf der anderen Seite des Flusses, Tommy´s Steel & Salvage. Der damalige Busbesitzer wollte den Bus verkaufen und sollte während der Öffnungszeiten kommen. Es war aber ein Samstag und der Schrottplatz machte ab Mittag zu. Der Busbesitzer kam erst nach Ladenschluss und parkte den Bus vor dem geschlossenen Schrottplatz. Am Montag brachte er dann den Fahrzeugbrief mit und wollte den Bus an den Schrottplatzhändler verkaufen. Der hatte sich allerdings so dermaßen darüber aufgeregt, dass er den Bus einfach auf seinem Grundstück abgestellt und zurückgelassen hatte, dass er ihm sagte er solle ihn sofort wieder mitnehmen. Er solle verschwinden, selbst wenn er ihm den Bus umsonst geben würde, wolle er ihn nicht haben. Er wolle den Bus dort nie wieder sehen!

In seiner Panik rief der Busbesitzer mich an, er müsste diesen Bus so schnell wie möglich loswerden, der Schrottplatzhändler drohte bereits mit der Polizei, wenn er nicht sofort von seinem Grund und Boden verschwindet.
Ich habe noch eine Lagerfläche in Pasco, die etwa fünf Blocks entfernt war. So sagte ich ihm wo er hin sollte und dass er den Bus dort vor dem Zaun abstellen könnte. Er sollte mir danach den Fahrzeugbrief bringen. Und das tat er auch. Er war nur dankbar und sagte: „Ich will kein Geld für den Bus, hier ist der Fahrzeugbrief, vielen Dank.“

So bekam ich den Bus umsonst geliefert (lacht), eigentlich durch einen Zufall. Das war vor etwa acht Jahren. Und das ist meine Bus-Geschichte und alles, was ich über den Bus weiß.

 

Enjoy the video in english, folks 😉

 

 

Dan im Video-Interview zu Besuch in John´s Werkstatt

Das ist ein 1952er GMC Schulbus.

Ich habe eine Website (dansgarage.net), die immer internationaler wird. Ich bekomme mittlerweile eMails aus der ganzen Welt. Die Leute aus Deutschland haben meinen Bus offensichtlich dort entdeckt und ein paar eMails später waren sie die neuen Besitzer.

Und jetzt … sobald der Bus soweit fertig ist, fahren sie ihn durch das halbe Land bis nach Texas.

Manchmal bleibe ich mit den Leuten in Kontakt, sie schicken mir Fotos von ihren Projekten. Aber das hier ist neu! Ein Kunde aus Schweden, zum Beispiel, kaufte einen Camaro bei mir, der total zerlegt war, und baute ihn wieder auf. Aber das hier, das ist total unüblich.

Das ist schon alles aufregend. Auch das Vertrauen … mein Freund John mit seinem Shop, seinem Werkzeug, seiner Anlage hier … sie hatten John angeschrieben und fanden heraus, dass wir uns auch schon länger kennen durch seine Projekte, Trucks und dergleichen. Ich werde mit den Leuten hier ganz sicher Kontakt halten.

Aus dem Hintergrund ruft jemand „Wir suchen noch eine Falttür!“. Doch tatsächlich haben wir diese an einem alten Schulbuswrack in der der Wüste Texas gefunden. Hier ist die Story dazu.

Das ist so eine Spezialität mit diesen kurzen Bussen. Die werden gerne zum Camper, Motorhome oder wie man es nennen möchte, umgebaut. Bei dem hier hatte man die einfache Lösung gewählt, die Sitze entfernt und dann diese furchtbare Holztür eingebaut – seitenverkehrt, was gefährlicher nicht sein könnte.

A.d.R.: Gefährlich wurde es tatsächlich. Wir fuhren nachts auf einem Highway in der Wüste Nevadas, als sich die Holztür losgerappelt hatte und als ein vorbeifahrender LKW uns in einen Sog hüllte, die Tür aufschlug und seitlich gegen den Bus prallte. Lest selbst.

Aber immerhin hat der Bus keine psychedelischen Graffitis, keinen Teppich … ich habe einige Busse gesehen, die bekommt man kaum noch zurück in den Originalzustand. Der hier ist die Ausnahme.

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1 COMMENT
  • Chipy 2016-05-31

    Oh Dan, hope to see you again… sometime… It was so great to meet you. Thanks again for all the help and little things we were looking for. <3 😀 :-*

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